08.11.2014 | Artikel "Reeter Geister lehrten das Fürchten", erschienen im Grenz-Echo November 2014

Recht.- Seit einigen Jahren hat sich die aus den Vereinigten Staaten stammende Tradition des Halloween-Festes auch in unseren Breitengraden etabliert. Nicht verwunderlich, stammt der Brauch, am Vorabend zu Allerheiligen die bösen Geister zu vertreiben doch eigentlich von unseren Vorfahren, den Kelten.

Diesen Boom hat sich auch die Crew des Schieferstollens in Recht unter Präsident Didier Landers zu eigen gemacht: erneut durften die „Reeter Stollenarbeiter“ am vergangenen Freitagabend über 100 Geistersucher aller Altersklassen zur „Halloween-Party unter Tage“ begrüßen.

 

Mordsgaudi unter Tage

 

„Süßes! Sonst gibt’s Saures!", so der Leitspruch der Kids, die einen Riesenspaß daran finden, sich Ende Oktober, inmitten der „dunklen Jahreszeit“, als Geister, Zombies oder aber Monster zu verkleiden. So verwandelte sich der Empfangsraum des Schieferstollens am Freitag auch prompt in einen skurrilen „Wartesaal des Schreckens und Grauens“  mit kreischenden Hexen, Geistern und Vampiren, die danach fieberten, in die gruselige und mysteriöse Unterwelt einzutauchen und dort eine besondere Art des Nervenkitzels am eigenen Leib zu erfahren.

 

Gruseldeko

 

Die Verantwortlichen hatten ihren Schieferstollen in Recht besonders schummrig und gruselig dekoriert und zum Halloween-Fest eingeladen. „Wir sind mit der Besucherresonanz mehr als zufrieden.  Mit über 100 Gruselfreunden liegen wir im Bereich der Vorjahre, so dass wir uns in unserem Konzept bestätigt fühlen“, so Didier Landers.  In kleinen Gruppen wurden die „Ghostbusters“ von erfahrenen Führern in die Unterwelt begleitet.  Neben der fachmännischen Vorstellung des Schieferstollens durch die Begleiter lauerten selbstverständlich auch in jeder Nische, hinter jeder Weggabelung und sogar in der Luft präparierte Gefahren, die für tolle Kreisch-Effekte sorgten.  Musikalisch untermalt wurde der Besuch von mystischen Klängen aus der Konserve.

 

Idealer Ort zum „Fürchten“

 

Der Schieferstollen präsentierte sich jedenfalls erneut als idealer Ort für diese Art von Veranstaltungen.  „Wir befinden uns hier unter der Erde, da kann es einem schon mal mulmig werden“, so ein zufriedener Besucher. Riesenspinnen, Voodoo-Puppen, Skelette, aus Särgen auferstehende Leichen und ein plötzlich auftauchender „Sensenmann“, der den Besuchern im modernen Stil mit der laufenden und ratternden Motorsäge nach dem Leben trachtete, ließen das Blut der Teilnehmer aller Altersklassen gefrieren. An jeder Ecke präsentierten sich zudem Kürbisköpfe im schummrigen Stollenlicht. Die Vereinsverantwortlichen hatten auch in diesem Jahr weder Kosten noch Mühen gescheut, um dem Publikum in Sachen Gruselunterhaltung und Schauerdeko einiges zu bieten. 

 

Geisterstrapazen

 

Letztendlich entpuppten sich die „Monster“ allerdings als enorm hilfsbereit und entschärften meist die Gruselsituation recht schnell. So gab es sowohl unter Tage als auch nach dem Aufstieg in die Stollenlounge leckere Spezialitäten mit ebenfalls garantiertem „Gruselfaktor“.  Giftgrüne und Blutrote Getränke mit leckerer orangefarbenen Kürbissuppe sorgten hierbei für die willkommene Stärkung nach den vielen Gruselstrapazen.  Ein gelungener Aktionstag, der mit Sicherheit aufgrund seines großen Erfolgs im kommenden Jahr eine Wiederholung erfahren wird. Der Schieferstollen in Recht bleibt übrigens das ganze Jahr über geöffnet.